H2 Offshore-Pipeline
Aufbau des Offshore-Marktes für Wasserstoff
AquaDuctus ist Teil der AquaVentus-Initiative und wird eine Offshore-Wasserstoff-Pipeline im GW-Maßstab in der deutschen Nordsee. Diese Pipeline bietet mehreren Netznutzern (z. B. Erzeugern von grünem Wasserstoff aus Offshore-Windkraftanlagen) einen offenen, diskriminierungsfreien Zugang. Das Projekt wird große Mengen an grünem Wasserstoff, der in der Nordsee gewonnen wird, mit dem europäischen Festland und der entstehenden Wasserstoff-Infrastruktur an Land verbinden. AquaDuctus ist ein „Important Projects of Common European Interest (IPCEI)“. Die Wasserstoff-Pipeline wird Kern einer vernetzten Offshore-Infrastruktur zwischen Deutschland und den Nordseeanrainern Niederlande, Belgien, Dänemark, Vereinigtes Königreich und Norwegen. Auf diese Weise werden die europäischen Produktions- und Nachfragezentren für grünen Wasserstoff miteinander verbunden.

AquaDuctus als Offshore-Pipeline für den Transport von grünem Wasserstoff in der Nordsee, ist eines der vielversprechendsten und zukunftsweisendsten Projekte.
umsetzung
Nukleus für ein Offshore-Wasserstoff-netz
Die Projektpartner von AquaDuctus setzen auf eine skalierbare, bedarfsgerechte Infrastruktur in zwei Schritten:
Bis 2030 wird AquaDuctus den ersten großen Wasserstoff-Windpark-Standort, SEN-1, mit einer Erzeugungskapazität von rund einem Gigawatt anschließen. SEN-1 liegt in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) nordwestlich von Helgoland. Die 200 Kilometer lange Pipeline wird den aus der Offshore-Windkraft erzeugten grünen Wasserstoff an Land bringen und dort über die Onshore-Wasserstoff-Infrastruktur auf das deutsche Festland und zu den europäischen Verbrauchern transportieren. An Land wird AquaDuctus über ca. 100 km zur deutsch-niederländischen Grenze geführt.
In einem zweiten Schritt sollen weitere künftige Wasserstoff-Windparkstandorte angebunden werden. AquaDuctus reicht dann bis in die Spitze des sogenannten Entenschnabels in der deutschen AWZ. Auf diesem Weg wird AquaDuctus die Möglichkeit eröffnen, sich mit benachbarten Offshore-Wasserstoff-Infrastrukturen aus Dänemark, Norwegen, den Niederlanden, Belgien und dem Vereinigten Königreich zu verbinden. Dies öffnet die Tür für einen leitungsgebundenen europaweiten Offshore-Wasserstoff-Transport.
Navigieren Sie auf der interaktiven Karte, um AquaDuctus aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Klicken Sie auf die Schaltflächen, um weitere Informationen über die Projektphasen zu erhalten.
Erste Projektphase
Offshore-H2-Pipeline zur Anbindung des in der deutschen AWZ gelegenen H2-Windparks SEN-1 an das deutsche Festland und weiter bis zur deutsch-niederländischen Grenze. Bereitstellung von Kopplungspunkten für benachbarte H2-Offshore-Pipelines.
Zeitplan: 2030
Pipeline: ca. 200 km offshore und 100 km onshore
Zweite Projektphase
Verlängerung der Offshore Wasserstoff-Pipeline vom Standort SEN-1 bis an den äußersten Rand der deutschen AWZ zur Anbindung weiterer Wasserstoff-Windparkstandorte in den AWZ-Zonen 4 und 5. Bereitstellung von Kopplungspunkten für benachbarte Wasserstoff-Offshore-Pipelines.
Zeitplan: 2030
Pipeline: ca. 200 km Länge
Info-Hub
Jüngste Studien zeigen, dass die Offshore-Wasserstoff-Produktion und der Transport über Pipelines schneller, kostengünstiger und umweltfreundlicher ist als die Onshore-Elektrolyse mit entsprechender Anbindung von Offshore-Windkraftanlagen über Stromkabel. Auch die deutsche Bundesregierung hat diesen Vorteil erkannt und sich klar für die Förderung der Offshore-Wasserstoff-Produktion in der Nordsee ausgesprochen. In News, Berichten und Pressemitteilungen bieten wir weitere Informationen zu diesen Themen.
Start der Reservierung von Wasserstoff-Transportkapazitäten – Wasserstoff-Kernnetzbetreiber haben den koordinierten Kapazitätsreservierungsprozess gestartet
Pressemitteilung 19.03.2026
Um den Hochlauf des Wasserstoffmarkts weiter zu unterstützen und Marktteilnehmenden Investitions- und Planungssicherheit zu bieten, haben die Betreiber des Wasserstoff-Kernnetzes heute um 13:00 Uhr einen koordinierten Prozess zur Reservierung erster Wasserstoffkernnetzkapazitäten gestartet. Grundlage dafür ist die am 05.03.2026 erfolgte Veröffentlichung eines Marktinformationspakets, das über die Entwicklung des Wasserstoff-Kernnetzes in Form von Clustern und die darin verfügbaren Kapazitäten informiert und auf den Internetseiten der Wasserstoff-Kernnetzbetreiber abrufbar ist. Unternehmen können sich damit ab sofort die für ihre Lieferbeziehungen benötigten Ein- und Ausspeisekapazitäten frühzeitig sichern – ein wichtiger Beitrag zur Absicherung von Wasserstoffprojekten in Deutschland.
Ab sofort können Kapazitäten auf Basis eines in der Branche abgestimmten Mustervertrages über ein standardisiertes Anfrageformular reserviert werden. Das Anfrageformular ist auf der Internetseite des jeweils für den Ein- oder Ausspeisepunkt zuständigen Wasserstoff-Kernnetzbetreibers veröffentlicht. Grundlage für die Reservierung bilden die im ersten Schritt im Marktinformationspaket veröffentlichten Netz- und Kapazitätsstrukturen der Jahre 2026 bis 2030. Die Kapazitäts- und Clusterentwicklungen für die Folgejahre veröffentlichen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber unter Berücksichtigung des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff. Mit dem Start des Kapazitätsreservierungsprozesses setzen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber einen wichtigen Impuls für den grenzüberschreitenden Wasserstofftransport und den Markthochlauf in Deutschland. Er schafft einen verlässlichen Rahmen für den Aufbau von Lieferketten und die langfristige Investitionsplanung im europäischen Wasserstoffmarkt.
Anfrage von Kapazitätsreservierungen
Über das Formular zur Anfrage von Kapazitätsreservierungen im Wasserstoff-Kernnetz kann eine Anfrage für folgende Netzpunkttypen erfolgen:
- Netzpunkttyp, der bei THE reserviert werden kann:
- Clusterübergreifender Transport (CÜT)
- Netzpunkttypen, die bei den Wasserstoff-Kernnetzbetreibern (WKNB) reserviert werden können:
- Entnahmestelle zu Letztverbrauchern (NAP)
- Grenzübergabepunkt (GÜP)
- H₂-Terminal
- Inländische Produktionsanlage
- Wasserstoffspeicheranlage
Bitte wählen Sie den für Ihr Vorhaben passenden Netzpunkttyp aus und übermitteln Sie Ihre Anfrage über das bereitgestellte Formular. Eine verbindliche Anfrage kann ab dem 19. März 2026, 13:00:00 Uhr MEZ gestellt werden. Frühere Anfragen werden nicht berücksichtigt.
Parallel zur Bearbeitung der Anfrage wird eine Know-Your-Customer-Prüfung (KYC-Prüfung) durchgeführt.
Sprechen Sie uns bei Fragen gerne an!
Kapazitätsreservierung Wasserstoff – Information zu den im Marktinformationspaket 2 veröffentlichten Kapazitäten
Pressemitteilung 17.03.2026
Die ausgewiesenen Kapazitäten im Marktinformationspaket 2 stellen das initiale Kapazitätsgerüst auf Basis der in den Jahren 2026 bis 2029 in Betrieb genommenen Infrastruktur dar. Dieses ermöglicht in allen vom Wasserstoff-Kernnetz bereits erschlossenen Gebieten die Basis für einen Wasserstoff-Hochlauf. Das Kapazitätsgerüst wurde wegen der im Vorhinein unbekannten Verteilung und Verortung der Kapazitätsbedarfe unter konservativen Annahmen ermittelt. Im Rahmen der Marktentwicklung und der konkreten Verortung der Nachfragen kann sich das Kapazitätsgerüst in einem Cluster erhöhen. Es ist daher ausdrücklich vorgesehen und erwünscht, dass Anfragen gestellt werden, die das ausgewiesene Kapazitätsangebot in Angebotszonen und für clusterübergreifende Transporte überschreiten. Diese Anfragen werden durch die Netzbetreiber geprüft und können im Rahmen der Einzelfallprüfung zur bedarfsgerechten Neubewertung des Kapazitätsangebots führen. Für clusterübergreifende Transporte könnte sich hierdurch der Clearing-Preis reduzieren oder sogar entfallen, falls alle Anfragen derselben Zeitstunde bedient werden können.
Veröffentlichung eines zweiten Marktinformationspakets – Wasserstoff-Kernnetzbetreiber starten am 19. März 2026 koordinierten Kapazitätsreservierungsprozess.
Pressemitteilung 05.03.2026
Um den Hochlauf des Wasserstoffmarkts weiter zu unterstützen und Marktteilnehmenden Investitions- und Planungssicherheit zu bieten, starten die Betreiber des Wasserstoff-Kernnetzes am 19. März 2026 einen koordinierten Prozess zur Reservierung erster Wasserstoffkernnetzkapazitäten. Grundlage dafür ist die heutige Veröffentlichung eines Marktinformationspakets, das über die Entwicklung des Wasserstoff-Kernnetzes in Form von Clustern und die darin verfügbaren Kapazitäten informiert und auf den Internetseiten der Wasserstoff-Kernnetzbetreiber abrufbar ist. Unternehmen können damit künftig die für ihre Lieferbeziehungen benötigten Ein- und Ausspeisekapazitäten frühzeitig sichern – ein wichtiger Beitrag zur Absicherung von Wasserstoffprojekten in Deutschland.
Ab dem Starttermin können Kapazitäten auf Basis eines in der Branche abgestimmten Mustervertrages über ein standardisiertes Anfrageformular reserviert werden. Das Anfrageformular wird am 19. März 2026 auf der Internetseite des jeweils für den Ein- oder Ausspeisepunkt zuständigen Wasserstoff-Kernnetzbetreibers veröffentlicht. Grundlage für die Reservierung bilden die im ersten Schritt im Marktinformationspaket veröffentlichten Netz- und Kapazitätsstrukturen der Jahre 2026 bis 2030. Die Kapazitäts- und Clusterentwicklungen für die Folgejahre veröffentlichen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber unter Berücksichtigung des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff. Mit dem Start des Kapazitätsreservierungsprozesses setzen die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber einen wichtigen Impuls für den grenzüberschreitenden Wasserstofftransport und den Markthochlauf in Deutschland. Er schafft einen verlässlichen Rahmen für den Aufbau von Lieferketten und die langfristige Investitionsplanung im europäischen Wasserstoffmarkt.
Das Markt-Informations-Paket steht hier zum Download zur Verfügung (PDF).
Planung für Wasserstoff-Pipeline AquaDuctus schreitet voran: Präferierte Routenführung minimiert Eingriffe. Die Vorprüfung favorisiert eine Route über Norderney, wobei die weitere Planung ausdrücklich auf die sensible Natur der Küstenzone abgestimmt wird.
Update 03.03.2026
Die AquaDuctus Pipeline GmbH arbeitet mit hoher Intensität an der Planung der Wasserstoff‑Import‑Pipeline AquaDuctus in der Nordsee. Die Vorbereitungen für See‑ und Landtrasse laufen parallel und bilden die Grundlage für eines der zentralen Infrastrukturprojekte des künftigen europäischen Wasserstoff-Markts.
Zwischen 2024 und 2025 wurde die gesamte niedersächsische Küste von Emden bis Wilhelmshaven auf mögliche Routenführungen und Anlandepunkte untersucht. Technische, planerische, ökologische und genehmigungsrechtliche Kriterien flossen ebenso ein wie umfangreiche Abstimmungen mit Behörden und Fachstellen. Der AquaDuctus Pipeline GmbH ist bewusst, dass die Küstenregion sehr sensibel ist. Deshalb ist jede Phase der Planung darauf ausgerichtet, Umweltauswirkungen zu vermeiden oder zu minimieren.
Die umfassenden Voruntersuchungen ergaben eine klare Präferenz für die Routenführung: Eine Anlandung im Raum Hilgenriedersiel im Landkreis Aurich – kombiniert mit einer Routenführung über Norderney – weist die geringsten Auswirkungen auf den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer auf und überzeugt technisch, raumordnerisch und umweltfachlich. Mit der Entscheidung des Amts für regionale Landesentwicklung Weser-Ems für den AquaDuctus-Abschnitt im niedersächsischen Küstenmeer keine Raumverträglichkeitsprüfung durchzuführen, wird diese Einschätzung bestätigt.
Alle anderen untersuchten Varianten schneiden – insbesondere aus umweltfachlicher Sicht – deutlich schlechter ab. Für die Festlegung eines genehmigungsfähigen Trassenverlaufs sind im weiteren Jahresverlauf weitere Voruntersuchungen erforderlich. Der Verlauf wird im Rahmen der späteren Genehmigungsverfahren abschließend festgelegt. In diesen Verfahren werden dann selbstverständlich auch die betroffenen Gemeinden, alle Träger öffentlicher Belange sowie die Öffentlichkeit beteiligt.
Übertragungs- und Transportnetznetzbetreiber starten gemeinsame Marktabfrage über Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff
Pressemitteilung 03.02.2026
In Vorbereitung auf die Erstellung der Szenariorahmen der Netzentwicklungspläne Strom sowie Gas und Wasserstoff 2027 führen die Strom-Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB), die Gas-Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) und die Wasserstofftransportnetzbetreiber (WTNB) vom 3. Februar 2026 bis zum 13. März 2026 gemeinsam eine Marktabfrage über die Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff bei bestehenden und potenziellen Kunden durch. Für die Abfrage haben die Netzbetreiber ihre Web-Applikationen für die letzte gemeinsame Marktabfrage aus dem Jahr 2024 weiterentwickelt.
Gemäß Energiewirtschaftsgesetz tragen die ÜNB, FNB und WTNB die Verantwortung für die Erstellung der Netzentwicklungspläne (NEP) für Strom sowie für Gas und Wasserstoff. Zu Beginn eines jeden NEP werden Szenariorahmen definiert, wobei nationale energie- und klimapolitische Zielsetzungen aber auch konkrete Bedarfe eine entscheidende Rolle spielen. Der umfassende Umbau der Energielandschaft führt zu zahlreichen neuen Projekten, Verbrauchern, Erzeugern und Speichern. Um diesen Akteuren Planungssicherheit bezüglich der zukünftigen Energieversorgung zu bieten, ist es entscheidend, dass die Netzbetreiber die konkreten Bedarfe der Branche kennen.
Mit Hilfe der Abfrage über die Infrastrukturbedarfe für Strom und Wasserstoff soll eine sachgerechte Planungsgrundlage für die Entwicklung der Energieinfrastrukturen in Deutschland ermittelt werden. Für eine konsistente Infrastrukturplanung dieser beiden Sektoren sind insbesondere abgestimmte Planungsdaten zu Power-to-Gas Anlagen > 10 MWel sowie Wasserstoffkraftwerken von hoher Relevanz. Darüber hinaus erfassen die Übertragung- und Fernleitungsnetzbetreiber über die Marktabfrage weitere Anschlussnehmer, die lediglich an eine der beiden Infrastrukturen angeschlossen sind. Dies umfasst für die Übertragungsnetzbetreiber Großbatteriespeicher, Rechenzentren, Power-to-Heat Anlagen und geplante Lasterhöhungen von Industriestandorten (jeweils ab einer Anschlussleistung von 10 MWel). Die Fernleitungsnetzbetreiber erfassen über die Marktabfrage zudem Wasserstoffspeicher und Wasserstoffverbraucher ab einer Ausspeiseleistung von 20MWth.
Die Netzbetreiber bieten am 12. Februar von 10-12 Uhr ein gemeinsames öffentliches Webinar zur Beantwortung von Fragen der Marktteilnehmer und VNB an. Anmeldungen sind ab dem 3. Februar über die Abfrageplattform für die Infrastrukturbedarfe möglich.
Marktteilnehmer sind aufgerufen, ihre Bedarfe bis zum 13. März 2026 unter https://infrastrukturbedarf-abfrage-nep.de/ zu melden. Mit einer Beteiligung an der Marktabfrage unterstützen die Meldenden die integrierte Infrastrukturplanung für das Energiesystem der Zukunft.
Integrated Offshore Wind and Hydrogen Production in the Northern Seas – Ein Fachpapier, das einen Weg zum skalierbaren Einsatz erneuerbarer Energien beschreibt
Pressemitteilung 26.01.2026
Europa kann durch die Integration von Wasserstoff in die Offshore-Energieplanung ein widerstandsfähiges und kosteneffizientes Energiesystem aufbauen, doch die Zusammenarbeit zwischen Infrastrukturbetreibern steckt noch in den Anfängen. HyNOS – Hydrogen Network Operators of the Northern Seas – vereint Wasserstoff-Fernleitungsnetzbetreiber der Nordsee-Anrainerstaaten, um ein gemeinsames Verständnis der Vorteile von On- und Offshore-Wasserstofferzeugung aus Offshore-Windenergie zu entwickeln. Die Initiative steht im Austausch mit Strom-ÜNBs sowie politischen Entscheidungsträgern. Dieses Papier ist der erste fachliche Beitrag von HyNOS im Kontext des dritten Nordsee-Gipfels in Hamburg. Es zeigt die strategische Rolle von Wasserstoff für die zukünftige Offshore-Energieversorgung Europas auf und formuliert zentrale Empfehlungen für Politik und Marktdesign.
Benennung des Wasserstoff-Marktgebietsverantwortlichen durch die Wasserstofftransportnetzbetreiber
Pressemitteilung 16.12.2025
Gemäß Tenorziffer 1 der Festlegung der Bundesnetzagentur in Sachen Wasserstoff Ausgleichs- und Bilanzierungsmodell – WasABi vom 27.10.2025 haben die Wasserstofftransportnetzbetreiber die Trading Hub Europe GmbH (THE) am 08.12.2025 fristgerecht zum Wasserstoff-Marktgebietsverantwortlichen benannt. Die THE hat die Benennung am 12.12.2025 angenommen.
Hierdurch wird ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung eines einheitlichen deutschen Wasserstoffmarktgebietes gemacht, bei dem die THE ihre jahrelange Erfahrung als Marktgebietsverantwortlicher im Gas gewinnbringend für die neuen Aufgaben im Wasserstoff einsetzen wird.
In Folge der Benennung wird THE mit allen relevanten Marktakteuren für eine effiziente Umsetzung mit dem Ziel zusammenarbeiten, bis zum 01.01.2028 alle systemseitigen und organisatorischen Voraussetzungen für die Übernahme der neuen Aufgaben schaffen.
Offshore-Wind & Wasserstoff: Milliardenpotenzial für Deutschland – neue Studie erstmals veröffentlicht
Pressemitteilung 24.11.2025
Wie kann Deutschland Offshore-Windparks in Zukunft am kosteneffizientesten anbinden?
Die neue Studie von Frontier Economics liefert erstmals eine umfassende Analyse – und zeigt: Die Kombination aus Stromanbindung, Offshore-Elektrolyse und H₂-Pipeline kann die jährlichen Integrationskosten um bis zu 1,7 Mrd. € senken.
Die Untersuchung vergleicht Szenarien mit 55 und 70 GW Offshore-Windleistung und macht deutlich, welche Infrastruktur Deutschland jetzt planen muss, um die ambitionierten Ausbauziele zu erreichen und die Energiewende langfristig bezahlbar zu gestalten.
Zentrale Ergebnisse:
• Offshore-Elektrolyse wirtschaftlich attraktiv – trotz höherer Investitionskosten
• integrierte Strom- und Wasserstoffsysteme sind langfristig die günstigste Lösung
• frühzeitiger Aufbau einer Offshore-H₂-Pipeline strategisch entscheidend Die Studie wurde im Auftrag des AquaVentus Fördervereins erstellt.
Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung (PDF).
Wasserstoff-Kernnetzbetreiber veröffentlichen Grundlagen zur Kapazitätsreservierung ab 2026 – Starkes Signal für den Wasserstoffhochlauf in Deutschland und Europa
Pressemitteilung 16.10.2025
Die Betreiber des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes haben heute zentrale Informationen für den Markt veröffentlicht, die den Weg für die Reservierung von Wasserstoff-Kapazitäten ab Anfang 2026 ebnen. Damit schaffen sie frühzeitig Planungssicherheit für Marktteilnehmer und setzen ein deutliches Zeichen für den Hochlauf der Wasserstoff-Wirtschaft in Deutschland.
Auf Grundlage des Reservierungskonzepts wird es möglich sein, Ein- und Ausspeisekapazitäten für Wasserstoff-Lieferungen verbindlich zu reservieren – ein wichtiger Schritt zu einer höheren Absicherung von Wasserstoff-Projekten. Die Reservierung wird später durch eine Kapazitätsbuchung ersetzt. In der Anfangsphase erfolgt die Vermarktung innerhalb sogenannter Cluster, wobei fest frei zuordenbare Wasserstoff-Kapazitäten eine flexible Nutzung ermöglichen. Auch der Transport zwischen Clustern wird ermöglicht.
Mit der Veröffentlichung der Eckpunkte des Reservierungsprozesses schließen sich die deutschen Wasserstoff-Kernnetzbetreibern dem Vorgehen europäischer Partner an, die ebenfalls entsprechende Netznutzerprozesse starten. Die regulatorischen Grundlagen – darunter die Festlegungsverfahren der Bundesnetzagentur (WaKandA, WasABi) – stehen kurz vor der Veröffentlichung und werden in die weitere Ausgestaltung der Vertragsstandards einfließen.
Mit dem Reservierungskonzept setzen die Netzbetreiber einen wichtigen Impuls für den Aufbau des grenzüberschreitenden Wasserstoff-Transports und für den Wasserstoff-Hochlauf in Deutschland.
Weiterführende Informationen zu den einzelnen Clustern erhalten Interessierte direkt bei den zuständigen Wasserstoff-Kernnetzbetreibern.
Das Markt-Informations-Paket steht hier zum Download zur Verfügung (PDF).
Deutschland und Großbritannien stärken ihre Energiepartnerschaft mit einer geplanten Offshore-Wasserstoff-Pipeline zwischen den beiden Ländern
Pressemitteilung 22.05.2025
Der deutsche Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE und der britische Fernleitungsnetzbetreiber National Gas haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um die Machbarkeit eines Wasserstoff-Korridors zwischen Großbritannien und Deutschland in der Nordsee durch eine Offshore-Pipeline-Verbindung zu prüfen – ein wichtiger Schritt hin zu einem sicheren, resilienten und nachhaltigen europäischen Energiesystem.
Die beiden Fernleitungsnetzbetreiber bauen auf den jüngsten Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie auf, die von Arup, Adelphi und Dena im Rahmen der deutsch-britischen Wasserstoff-Partnerschaft durchgeführt wurde: Die Einrichtung eines Wasserstoff-Korridors durch eine Offshore-Pipeline-Verbindung, um die Entwicklung eines grenzüberschreitenden Wasserstoff-Marktes zwischen den beiden Ländern zu beschleunigen.
Das UK-Germany Hydrogen Corridor-Projekt wird aus zwei Offshore-Pipeline-Abschnitten bestehen. Der erste Abschnitt beginnt auf dem britischen Festland und wird an den zweiten Abschnitt, das AquaDuctus-Pipeline-Projekt von GASCADE, angeschlossen, das eine Verbindung zum deutschen Festland herstellt.
Das geplante Projekt zielt darauf ab, eine kritische Infrastruktur zu schaffen, die nicht nur die Dekarbonisierung der Industrie durch grünen und kohlenstoffarmen Wasserstoff beschleunigt, sondern auch die Energieunabhängigkeit Europas signifikant verbessern wird. Durch die Verbindung des erheblichen Wasserstoff-Produktionspotenzials im Vereinigten Königreich mit der Wasserstoff-Nachfrage in Deutschland und Kontinentaleuropa über die AquaDuctus-Pipeline in der deutschen Nordsee wird das Projekt wesentlich zur Widerstandsfähigkeit und Flexibilität der aufstrebenden Wasserstoff-Wirtschaft Europas beitragen.
Grünes Netz für Wasserstoff-Kernnetz
Pressemitteilung 22.10.2024
Mit der Genehmigung des gemeinsamen Antrags der Fernleitungsnetzbetreiber hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) den Startschuss gegeben: „Wir freuen uns, dass nun Investitionssicherheit gegeben ist und wir endlich richtig loslegen und unseren Beitrag für den Wasserstoff-Hochlauf in Deutschland leisten können“, sagt Christoph von dem Bussche, Geschäftsführer von GASCADE. „An der Planung für die Umsetzung der Wasserstoff-Transportprojekte arbeiten wir bereits länger. Jetzt kann es tatsächlich losgehen – mit Umstellungen heutiger Erdgas-Pipelines und Neubauprojekten.“
Um die Potenziale der Wasserstoff-Erzeugung auf hoher See zu nutzen und sich mit Transportleitungen der Nordsee- Nachbarstaaten zu vernetzen, treiben wir die Planungen der Offshore-Pipeline AquaDuctus weiter voran.
Offshore-Wasserstoff-Pipeline AquaDuctus: Es geht los.
Pressemitteilung 15.07.2024
Die Umsetzung unserer Offshore-Pipeline in der Nordsee nimmt immer konkretere Gestalt an: Minister Robert Habeck hat heute im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz den vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das IPCEI-Projekt AquaDuctus im Rahmen der sogenannten Hy2Infra-Welle übergeben.
„Mit dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn kann es jetzt los gehen. Die Umsetzung der ersten Offshore-Wasser-stoff-Pipeline wurde damit gestartet. Wir sind begeistert, dass wir mit AquaDuctus einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau der Wasserstoff-Wirtschaft leisten und die Energiewende vorantreiben können“, erläutert GASCADE-Geschäftsführer Christoph von dem Bussche.
Bei AquaDuctus handelt es sich um die einzige für die deutsche Nordsee geplante Wasserstoff-Pipeline. Das Projekt spielt eine zentrale Rolle beim Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes und der Umsetzung der Nationalen Wasserstoff-Strategie. „Mit dieser Offshore-Pipeline wollen wir sowohl das Wasserstoff-Potenzial der deutschen Nordsee erschließen als auch ein wesentlicher Bestandteil einer integrierten europäischen Transport-Infrastruktur für Wasserstoff werden. Grundsätzlich können alle Nordseeanrainer und Produzenten von Offshore-Wasserstoff in die Sammel-Pipeline einspeisen“, sagt Projektleiter Oliver Reimuth.
Die übergeordnete Bedeutung von AquaDuctus schlägt sich in der Einstufung als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) nieder. Das ist die Grundlage für eine Förderung durch den Bund und das Land Niedersachsen.
Netzbetreiber planen Zusammenarbeit beim Wasserstoff-Transport in der Nordsee.
Pressemitteilung 23.04.2024
Um Wasserstoff-Transporte zwischen Norwegen und Deutschland zu ermöglichen, haben Gassco AS (Gassco) und GASCADE Gastransport GmbH (GASCADE) eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Transport von Wasserstoff über Pipelines in der Nordsee zum Ziel hat. Die Vereinbarung wurde heute auf der Hannover Messe unterzeichnet. Die Kooperation zwischen den beiden Netzbetreibern ist eingebettet in die strategische Partnerschaft der norwegischen und deutschen Regierung in den Bereichen Klima, erneuerbare Energien und grüne Industrie.
Auf norwegischer Seite entwickelt Gassco die Transportinfrastruktur für den Export von in Norwegen produziertem Wasserstoff nach Deutschland. Auf deutscher Seite entwickelt GASCADE die Offshore-Wasserstoff-Pipeline AquaDuctus in der Nordsee, die benachbarte Offshore-Pipelines miteinander verbindet und die nachgelagerte Verbindung nach Deutschland herstellt. Ziel der geplanten Kooperation ist es, eine effiziente und kohärente Planung der Projekte zu gewährleisten. Die Unternehmen verfolgen das Ziel, dass ab dem Jahr 2030 Wasserstoff-Transporte zwischen Norwegen und Deutschland möglich sind.
Offshore-Pipeline AquaDuctus als IPCEI-Projekt notifiziert
Pressemitteilung 15.02.2024
Die von GASCADE und Fluxys in der Nordsee geplante Wasserstoff-Pipeline AquaDuctus hat heute von der Europäischen Kommission die beihilferechtliche Genehmigung im Rahmen des IPCEI-Wasserstoffs erhalten. Der nunmehr als IPCEI notifizierte erste Projektabschnitt von AquaDuctus sieht den Bau einer circa 200 Kilometer langen Offshore-Pipeline sowie circa 100 Kilometer langen Onshore-Pipeline vor, deren Transportkapazitäten insbesondere für den Wasserstoff-Windpark SEN-1 ab 2030 bereitstehen sollen. Um dem Ziel gerecht zu werden, eine bedarfsgerechte Wasserstoff-Infrastruktur für Nordwest-Europa zu schaffen, soll mit dem zweiten, ebenfalls circa 200 Kilometer langen Offshore-Projektabschnitt die gesamte deutsche Ausschließliche Wirtschaftszone erschlossen werden.
AquaDuctus Machbarkeitsstudie
Umfassende Machbarkeitsphase des Projektes
Konkret wurden die technische Machbarkeit und die planungsrechtliche Durchführbarkeit aller Phasen des Projekts geprüft und bestätigt. Darüber hinaus wurden die kommerziellen Aspekte, das Vermarktungspotenzial, die Preisgestaltung und die regulatorischen Gestaltungsmöglichkeiten analysiert. Es wurde ein Konzept für die Offshore-Wasserstoffpipeline entwickelt, welche die verschiedenen Wasserstoffproduktionsstandorte für die verschiedenen Projektphasen miteinander verbindet. Im Rahmen dieses Entwurfs wurden umfangreiche hydraulische Analysen durchgeführt, um den erforderlichen Pipelinedurchmesser und die Druckstufe zu bestimmen. Darüber hinaus wurde die realisierbare Pipelinetrasse mit einer möglichen deutschen Anlandung im Großraum Wilhelmshaven oder Büsum für den weiteren Anschluss an das deutsche Onshore-Wasserstoffnetz unter Berücksichtigung der technischen, ökologischen und regulatorischen Bedingungen entwickelt. Ergänzend wurde der Genehmigungsrahmen mit den zuständigen Behörden und Randbedingungen festgelegt. Daneben wurden die Investitions- und Betriebskosten für das gesamte Pipelinesystem untersucht.
Studie Systemvarianten
„Vergleich von Systemvarianten zur Wasserstofferzeugung aus Offshore-Windenergie”
AFRY Management Consulting hat eine Studie zur Realisierung von 10 GW Wasserstoffproduktionskapazität inklusive Netzanbindung bis 2035 durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass die Variante Offshore-Elektrolyse & Pipelinetransport die zeiteffizienteste, kostengünstigste sowie die umwelt- und genehmigungsfreundlichste Systemvariante ist im Vergleich zu:
• Stromtransport per Unterseekabel und Onshore-Wasserstoffproduktion
• Offshore-Wasserstofferzeugung und Schiffstransport
Die Nutzung dieser Vorteile stellt eine technische, ökologische und ökonomische Chance dar, den dringend benötigten grünen Wasserstoff in großen Mengen und versorgungssicher bereitzustellen.



Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung (PDF).
PCI-Status für AquaDuctus / Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes
Pressemitteilung 28.11.2023
Europäische Relevanz des Wasserstoff-Pipeline-Projekts bestätigt. Möglichkeit für Zugang zu Förderinstrumenten geschaffen.
Die Europäische Kommission hat am 28. November 2023 die finale Liste der „Projects of Common Interest“ (PCI) veröffentlicht und den entsprechenden Status für die Offshore-Pipeline AquaDuctus bestätigt. Die PCI-Liste umfasst insgesamt 166 Vorhaben, darunter 65 aus dem Bereich Wasserstoff und Elektrolyseure. Die Initiatoren des Projekts, die Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE und Fluxys, begrüßen die positive Entscheidung und sehen sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass AquaDuctus für den zügigen Aufbau einer europäischen Wasserstoff-Infrastruktur von entscheidender Bedeutung ist.
Exakt diese Anforderung müssen PCI-Projekte erfüllen, die seitens der Europäischen Kommission nach Antragstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden. Es handelt sich um wichtige Infrastrukturprojekte, die zur Vollendung des europäischen Energiebinnenmarkts und zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele der Europäischen Union beitragen. Um die Projektumsetzung zu unterstützen, ermöglicht der PCI-Status den Zugang zu öffentlichen Förderinstrumenten.
AquaDuctus ist darüber hinaus bereits Bestandteil des Mitte November 2023 vorgestellten Entwurfs des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Erste Transportkapazitäten der neu zu bauenden Offshore-Pipeline AquaDuctus sollen ab 2030 bereitstehen, um die Wasserstoff-Potenziale in der Nordsee zu erschließen. Damit nimmt das Projekt eine Schlüsselrolle für die effiziente und nachhaltige Versorgung Deutschlands mit Wasserstoff ein.
Studie: Beschreibung eines europäischen Offshore-Wasserstoff-Backbone
Studie sieht großes Potenzial für eine Offshore-Wasserstoffinfrastruktur
Der kohlenstoffarme Energieträger Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Klimaziele, der Dekarbonisierung der Industrie und auch bei der Frage der Versorgungssicherheit. Um die steigende Nachfrage zu decken, muss die Wasserstoffproduktion in der EU hochgefahren werden.
Dabei steht die europäische Gemeinschaft vor komplexen Entscheidungen: Wo soll die Wasserstoffproduktion stattfinden, on- oder offshore? Soll die Energie durch Stromkabel oder Wasserstoffpipelines transportiert werden? Und welche Vorteile bietet ein Offshore-Wasserstoff-Verbundnetz? Eine neue Studie liefert wichtige Antworten auf diese Fragen.
Die Studie „Specification of a European Offshore Hydrogen Backbone“, die von den Infrastrukturbetreibern GASCADE und Fluxys bei DNV in Auftrag gegeben wurde, hebt die erheblichen Vorteile eines Offshore-Wasserstoff-Backbone in der Nord- und Ostsee hervor. Das Energieerzeugungspotenzial von Offshore-Windparks auf hoher See ist immens und kann sogar die Kapazitätsgrenzen des Stromnetzes überschreiten. Laut der DNV-Studie ist die Offshore-Wasserstoffproduktion mit Pipelineanschluss kostengünstiger als die Onshore-Produktion.
Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung (PDF, Englisch).
Hier steht die Pressemitteilung zur Studie zum Download zur Verfügung (PDF).
Offshore-Wasserstoffpipeline: GASCADE und Fluxys forcieren Planungen
Pressemitteilung 23.01.2023
Netzbetreiber beantragen PCI-Status für ambitioniertes Wasserstoff-Infrastrukturprojekt in der Nordsee
Kassel / Brüssel. GASCADE und Fluxys treiben die Planungen für ihre Offshore-Pipeline für grünen Wasserstoff in der Nordsee entscheidend voran: Mit der Beantragung des Status für besonders wichtige europäische Infrastrukturprojekte (PCI) bei der Europäischen Kommission machen die beiden Fernleitungsnetzbetreiber deutlich, welche Bedeutung das AquaDuctus Projekt für den Wasserstoffhochlauf hat.
„Die mehr als 400 Kilometer lange Offshore-Pipeline wird Dreh- und Angelpunkt der zukünftigen deutschen und europäischen Offshore-Wasserstoffinfrastruktur“, betont GASCADE-Geschäftsführer Christoph von dem Bussche den europäischen, vernetzenden Charakter des Projekts. Denn die Offshore-Pipeline wird als Sammelpipeline (englisch: „Backbone“) konzipiert und kann Wasserstoff aus verschiedenen Produktionsstandorten einsammeln und bietet gleichzeitig die Möglichkeit der Vernetzung mit Wasserstoff-Infrastrukturen der Nordseeanrainerstaaten. Der Wasserstoff wird über die Offshore-Pipeline an die deutsche Küste transportiert und dort ins Onshore-Wasserstoffnetz eingespeist. AquaDuctus stellt damit die großskalige Offshore-Wasserstoffinfrastruktur in der deutschen Nordsee zum Import von Wasserstoff nach Deutschland bereit.
Der Plan der beiden etablierten Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE und Fluxys ist ambitioniert: In einem ersten Schritt soll der Windparkstandort SEN-1 an AquaDuctus angebunden werden, sodass ab 2030 erste Transporte stattfinden können. In den Folgejahren können weiter entfernt gelegene Wasserstoff-Windparks in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone sowie Wasserstoff-Infrastrukturen europäischer Nordsee-Anrainerstaaten eingebunden werden. Bis 2035 soll sich die Offshore-Pipeline so zu einem Hauptwasserstoffkorridor entwickeln, der bis zu einer Million Tonnen Wasserstoff jährlich nach Deutschland transportiert. Auf Grundlage des derzeit auf europäischer Ebene verhandelten Gas- und Wasserstoffpakets, planen die beiden Fernleitungsnetzbetreiber, die AquaDuctus Offshore-Pipeline als regulierte, diskriminierungsfrei zugängliche Wasserstoff-Infrastruktur, die allen künftigen Betreibern von Wasserstoff-Windparks nach dem „Open Access“-Prinzip zur Verfügung stehen wird.
„Wir sind überzeugt davon, dass die AquaDuctus Offshore-Pipeline ein zentrales Puzzleteil der künftigen europäische Energieversorgung sein wird und uns einen großen Schritt in Richtung Klimaneutralität bringt“, sagt Fluxys-Geschäftsführer Pascal De Buck. Die Offshore-Pipeline wird die europäische Energieversorgung diversifizieren und damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. „Durch unsere konkreten Planungen im Rahmen des AquaDuctus-Projektes kann die Bundesregierung ihren Wasserstoff-Bestrebungen mit europäischen Partnern wie beispielsweise Norwegen oder im Rahmen der Esbjerg-Erklärungen, konkrete Taten folgen lassen“, unterstreicht GASCADE-Geschäftsführer Christoph von dem Bussche die Realisierbarkeit des Projekts.
Studien sehen ein Potenzial von bis zu 100 GW für die Wasserstofferzeugung in der deutschen und europäischen Nordsee und ein integriertes europäisches Offshore-Pipelinenetz als ideale Transportlösung. „Durch unsere AquaDuctus Offshore-Pipeline wollen wir die Hebung dieses Potenzials gemeinsam ermöglichen“, betonen beide Geschäftsführer.
Eine umfassende Studie zur Durchführbarkeit des Projekts wurde erfolgreich abgeschlossen. Konkret wurden die technische und planungsrechtliche Machbarkeit aller Phasen des Projekts geprüft und bestätigt. Darüber hinaus wurden kommerzielle Aspekte, Vermarktungspotenzial, Preisgestaltung und regulatorische Gestaltungsmöglichkeiten analysiert.
Ostende Deklaration
Nordsee Summit 2023: Gemeinsame Deklaration soll Wasserstoffhochlauf anschieben
In der Nordsee liegt großes Potenzial für bezahlbare, sichere und nachhaltige Energie für Europa. Um dieses natürliche Kraftwerk für Energie ins Laufen zu bringen, der Wasserstoffwirtschaft einen kräftigen Schub zu geben und so die künftige Energieversorgung Europas auf feste Füße zu stellen, muss die Transportinfrastruktur zeitnah weiterentwickelt werden.
Die Nordsee Summit 2023 ist die Nachfolgerin des Esbjerg-Formates aus dem Jahr 2022 mit den großen politischen Zielen von 150 GW an installierter Offshore-Wind-Leistung im Jahr 2050 und soll ein starkes, gemeinsames Signal für grüne Transformation mit Hilfe von Wasserstoff und Offshore-Windkraft senden.
Um die ehrgeizigen Ziele sowohl für die Offshore-Windproduktion als auch für die damit verbundenen Kapazitäten zur Erzeugung von grünem Wasserstoff zu erreichen, haben die an die Nordsee angrenzenden Fernleitungsnetzbetreiber – Energinet, Fluxys, GASCADE, Gas Networks Ireland, Gassco, Gasunie, GRTGaz, National Gas Transmission und OGE – eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet, die sie am Vorabend des Gipfels ihren jeweiligen Staatschefs übermitteln. Darin verpflichten sich die Fernleitungsnetzbetreiber zu einer abgestimmten Entwicklung einer Wasserstoffinfrastruktur zur Nutzung der Energieressourcen, die die Nordsee zu bieten hat. Die Unterzeichner der Absichtserklärung auf deutscher Seite sind die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE und Open Grid Europe (OGE).
Die Deklaration steht hier zum Download zur Verfügung (PDF, Englisch).
Hier steht die Pressemitteilung zur Deklaration zum Download zur Verfügung (PDF).
VORHABENSTRÄGER

AquaDuctus ist als „Important Project of Common European Interest“ (IPCEI) und als Projekt von gemein-samem Interesse (PCI) eingestuft und wird von Bund und Land Niedersachsen gefördert. Die Leitung ist zudem Teil des von der Bundesnetzagentur bestätigten Wasserstoff‑Kernnetzes, das die Basis einer bundesweiten Wasserstoff‑Infrastruktur bildet. Mit AquaDuctus wird der Importkorridor Nordsee erschlossen – ein entschei-dender Schritt für die Dekarbonisierung der deutschen Industrie. Vorhabensträgerin von AquaDuctus ist die in Kassel ansässige AquaDuctus Pipeline GmbH, eine 100‑prozentige Tochter des Fernleitungsnetzbetreibers GASCADE Gastransport GmbH.

Wir versorgen Deutschland und verbinden Europa – mit der Energie von morgen. Die GASCADE Gastransport GmbH mit Sitz in Kassel betreibt mit rund 4.200 Kilometern eines der größten Fernleitungsnetze Deutschlands und steht für zuverlässige und leistungsstarke Transportlösungen für Erdgas und Wasserstoff. Über ihr Pipeline-System verbindet GASCADE zentrale Energieflüsse im Herzen Europas und fungiert als internationale Drehscheibe – mit direkter Anbindung an zahlreiche Nachbarländer. GASCADE hat bereits 400 Kilometer ihres Netzes auf Wasserstoff umgestellt. Mit einem klaren Fokus auf Dekarbonisierung und Versorgungssicherheit engagiert sich der Wasserstoffnetzbetreiber in zentralen On- und Offshore-Wasserstoffprojekten, um die Importkorridore der Nord- und Ostsee zu erschließen und die Versorgung Europas mit Wasserstoff sicherzustellen.
www.gascade.de
Aqua Ductus ist Project of Common Interest
Die Europäische Kommission hat AquaDuctus als „Project of Common Interest“ (PCI) bestätigt. Hier geht es zur Europäischen Kommission und zur PCI-Transparenzplattform.
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