PCI-Status für AquaDuctus / Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes

Europäische Relevanz des Wasserstoff-Pipeline-Projekts bestätigt. Möglichkeit für Zugang zu Förderinstrumenten geschaffen.   

Die Europäische Kommission hat am 28. November 2023 die finale Liste der „Projects of Common Interest“ (PCI) veröffentlicht und den entsprechenden Status für die Offshore-Pipeline AquaDuctus bestätigt. Die PCI-Liste umfasst insgesamt 166 Vorhaben, darunter 65 aus dem Bereich Wasserstoff und Elektrolyseure. Die Initiatoren des Projekts, die Fernleitungsnetzbetreiber GASCADE und Fluxys, begrüßen die positive Entscheidung und sehen sich in ihrer Einschätzung bestätigt, dass AquaDuctus für den zügigen Aufbau einer europäischen Wasser­stoff-Infrastruktur von entscheidender Bedeutung ist.

Exakt diese Anforderung müssen PCI-Projekte erfüllen, die seitens der Europäischen Kommission nach Antragstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden. Es handelt sich um wichtige Infrastrukturprojekte, die zur Vollendung des europäischen Energiebinnenmarkts und zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele der Europäischen Union beitragen. Um die Projektumsetzung zu unterstützen, ermöglicht der PCI-Status den Zugang zu öffentlichen Förderinstrumenten.

AquaDuctus ist darüber hinaus bereits Bestandteil des Mitte November 2023 vorgestellten Entwurfs des deut­schen Wasserstoff-Kernnetzes. Erste Transportkapazitäten der neu zu bauenden Offshore-Pipeline AquaDuctus sollen ab 2030 bereitstehen, um die Wasserstoff-Potenziale in der Nordsee zu erschließen. Damit nimmt das Projekt eine Schlüsselrolle für die effiziente und nachhaltige Versorgung Deutschlands mit Wasserstoff ein.