Die AquaDuctus Pipeline GmbH arbeitet mit hoher Intensität an der Planung der Wasserstoff‑Import‑Pipeline AquaDuctus in der Nordsee. Die Vorbereitungen für See‑ und Landtrasse laufen parallel und bilden die Grundlage für eines der zentralen Infrastrukturprojekte des künftigen europäischen Wasserstoff-Markts.
Zwischen 2024 und 2025 wurde die gesamte niedersächsische Küste von Emden bis Wilhelmshaven auf mögliche Routenführungen und Anlandepunkte untersucht. Technische, planerische, ökologische und genehmigungsrechtliche Kriterien flossen ebenso ein wie umfangreiche Abstimmungen mit Behörden und Fachstellen. Der AquaDuctus Pipeline GmbH ist bewusst, dass die Küstenregion sehr sensibel ist. Deshalb ist jede Phase der Planung darauf ausgerichtet, Umweltauswirkungen zu vermeiden oder zu minimieren.
Die umfassenden Voruntersuchungen ergaben eine klare Präferenz für die Routenführung: Eine Anlandung im Raum Hilgenriedersiel im Landkreis Aurich – kombiniert mit einer Routenführung über Norderney – weist die geringsten Auswirkungen auf den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer auf und überzeugt technisch, raumordnerisch und umweltfachlich. Mit der Entscheidung des Amts für regionale Landesentwicklung Weser-Ems für den AquaDuctus-Abschnitt im niedersächsischen Küstenmeer keine Raumverträglichkeitsprüfung durchzuführen, wird diese Einschätzung bestätigt.
Alle anderen untersuchten Varianten schneiden – insbesondere aus umweltfachlicher Sicht – deutlich schlechter ab. Für die Festlegung eines genehmigungsfähigen Trassenverlaufs sind im weiteren Jahresverlauf weitere Voruntersuchungen erforderlich. Der Verlauf wird im Rahmen der späteren Genehmigungsverfahren abschließend festgelegt. In diesen Verfahren werden dann selbstverständlich auch die betroffenen Gemeinden, alle Träger öffentlicher Belange sowie die Öffentlichkeit beteiligt.
